Die Aufgabe des Winzers ist die Veredelung nicht die Veränderung

Zur Weinhofmeisterei gehören einige der schönsten Wachauer Lagen. Und jede unterscheidet sich grundlegend von den anderen. Manche Riede liegt auf sonnenverwöhnten, steilen Steinterrassen mit sehr karger Bodenauflage. Eine andere befindet sich auf überaus fruchtbarem und wassereichem Terrain nebst der Donau. Und wieder andere liegen hoch oben neben den Wäldern auf 350 bis 390 Metern Seehöhe.

Unser Ziel ist es, die verschiedenen Charaktere dieser Weingärten bestmöglich zu erkennen, die Pflanzen und Böden und deren Zusammenspiel zu verstehen und so die Typizität jeder Lage im daraus entstehenden Wein herausarbeiten zu können. Für diese authentische Wiedergabe der Wösendorfer Lagen braucht es vor allem Zeit bei den Rebstöcken, hohe Achtsamkeit, handwerkliches Verständnis, penible Handarbeit und eine sehr selektive Handlese. Denn jeder Eingriff – sei es der Rebschnitt, die Bodenarbeit oder die Lese - nimmt Einfluss auf die Qualität und muss somit auf jeden Weingarten, jedes Mikroklima und jedes einzelne Weinjahr so abgestimmt werden, dass der entstehende Wein ein möglichst getreues Abbild derselben darstellt. Auch der weitere Weg im Keller ist ein streng naturbelassener, kein Geschmack darf im Keller hinzugefügt werden, nur jener aus dem Weingarten darf in den Wein.